Archiv der Kategorie: bla bla bla

Schlaflos?

Ich habe heute meine Nase in die Gematik-Spezifikationen gehalten (nicht freiwillig! ehrlich!). Und die „Dokumentenlandkarte“ alleine hat schon ausgereicht, mein Gehirn in den Tiefschlaf zu schicken. Warum Valium wenn’s auch überbürokratisierte Dokumente von Projekten mit zu vielen Stake Holdern mit sehr unterschiedlichen Zielen gibt?

Hoffentlich wird das nicht mein Projekt. Die ganzen Trittminen in den Specs finde ich nie, wenn ich durch die Dokumente (alp-)traumwandel…

Kleider machen Leute

Gerade in professioneller Umgebung spielt die Auswahl der Kleidung eine große Rolle.

Weshalb ich heute morgen extra früher aufstand, um mich für mein Outfit vor dem großen Jour fixe zu entscheiden.

Ich habe nach einigem Überlegen darauf verzichtet, das „Bitte nicht wecken. Danke.“-Shirt zu tragen – zu ordinär und kleingeistig. Stattdessen wählte ich das mit internationalem Flair versehene „Please stop. I’m bored.“

BOFH

Meine Operators* haben BOFH zu wörtlich genommen – allerdings mit mir als Opfer und nicht die Endanwender. Leitungsausfall in einem Standort, ISDN-Fallback wird automatisch aktiv. Aus Gründen wurde dann beschlossen, dass alle Router resettet werden. Durch fehlende Vertretung** und meinem Urlaub haben die dann den Knopf RESET drücken lassen.

Also, dachten sie.

Eigentlich steht am Taster RESET CONFIG und macht exakt das, was drauf steht.

Folge: Der zentrale Gateway war nicht mehr funktionstüchtig und ich habe den Freitag Abend damit verbracht, flugs ein Ersatzgerät zu bauen. Und habe Samstag, Sonntag und Montag den Fallout aufgeräumt. Damit war das sehr lange Wochenende (vielleicht nicht verdient, aber nötig) plötzlich sehr kurz.

*) Helpdesk im 2-Schicht-Betrieb, also die, welche mich eigentlich sehr gut von dem gemeinen Nutzer abschirmen.
**) Seit über 6 Monaten bin ich alleine für das Basisnetzwerk in einem Unternehmen mit über 20 betreuten Standorten verantwortlich.

Mantel des Schweigens

Ich sage jetzt nicht, dass uns im Winter regelmäßig eine der (redundanten) Klimaanlagen im Serverraum ausfällt, weil das Einlaufwasser zu kalt ist. Würde mir ja eh keiner glauben.

Zeitplanung from hell

Zum 1. Oktober MUSS aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen eine Software von uns auf eine neue Version gewuchtet werden.

Am Freitag gab das Entwicklungsteam* bekannt, dass es aufgrund massiver Performanceprobleme eine Verschiebung um 4 Wochen gibt. Also ein (hoffentlich? vielleicht?) produktionsreifes Release Ende August.

Einen Plan B gibt es übrigens nicht. Das wird „interessant“.

*) zum Firmenverbund gehörend, es lässt sich also noch nicht mal über Out-Sourcing schimpfen

Immer noch 2014!

Ich will das Jahr einfach nur abhaken.

Ihr erinnert euch? Der ganze arbeitstechnische Mist?

Unser Provider hat’s wieder verkackt und den zweitgrößten Standort seit 6 Stunden von der Welt abgeklemmt. Kommt besonders gut, weil in 10 Tagen ein großes konzernweites Meeting stattfindet, bei dem Telekommunikations- und Netzwerkanbieter für die nächsten paar Jahre ausgewählt werden…

Warum das ein Problem ist? Die Entscheidung ist Pest oder Cholera, die aktuelle Pest kenne ich – mit Cholera fahren wir nicht grundsätzlich besser, kennen aber die Eigenheiten nicht.

2014!

Nicht mein Jahr.

Erste Arbeitswoche: Das einzige 24/7-System von uns kackt mehrfach ohne erkennbaren Grund ab. Unsere 1st-Level-Nachtschicht kam nicht weiter und rief mich mehrfach nach Mitternacht zum fixen an. Zweite Woche: Schusseligkeit eines Kollegen zerstörte Montag das Monitoring-System, kaum lief es so halbwegs wieder hat unser primärer Provider einen kompletten FUBAR geschossen und zur Hauptnutzungszeit das angemietete MLPS-Netz effektiv für knapp zwei Stunden lahm gelegt.

Was wohl die nächste Woche bringt?

Soll es doch der Markt regeln

In der gesamten Diskussion rund um kastrierte Internetanschlüsse (Drosselung, Zwangsproxy, Filterung, gesperrte Ports, …) gibt es – denke ich – eine erstaunlich einfache Lösung:

Auf europäischer wie auch auf Bundesebene werden viele Produktbezeichnungen definiert, ein Beispiel für die EU ist Saft/Nektar, aktuell wurde in Deutschland dem Hersteller Hexal gerichtlich verboten ein Produkt „Akut“ zu nennen, welches nicht schnell wirkt.

Wie wäre es denn, wenn das Produkt „Internetzugang“ definiert wird? Beispielsweise mit den Randdaten, dass weder gedrosselt werden darf noch ein Proxy zwischengeschaltet wird. Anbieter, welche Verträge anbieten, die nicht der Definition von Internetzugang entsprechen dürfen diesen dann auch nicht mehr als solchen bewerben (Internetähnlicher Zugang mit Web-Zugriff wäre das dann wohl bei einer HTTP-Proxy-Zwangsbeglückung…) – sobald einer der Anbieter ausschert gibt es das wunderbar marktkonforme* Instrument des Wettbewerbsrechts.

Konkurrenten und Verbraucherschutzzentralen dürften ihre Freude daran haben, falsch ausgezeichnete Produkte mit Unterlassungserklärungen und Klagen gegen falsch ausgezeichnete Produkte vorzugehen – nach einiger Zeit (wahrscheinlich Jahre, aber das ist fast egal) dürfte es für Kunden recht einfach werden, Internetzugänge von kastrierten Anschlüssen zu unterscheiden. Vielen Verbrauchern dürfte es egal sein, sobald nur Facebook und Youporn funktioniert, allerdings ist dann endlich wieder ein Stück Transparenz vorhanden.

*) Das Merkel will ja eine marktkonforme Demokratie. Diese Person ist so widerlich.

Sachen gibt’s

Wir haben hier an den verschiedenen Standorten rund 20 sogenannte „Office-Rechner“ im Einsatz – X-Server, ein paar Anwendungen (wie Iceweasel oder OpenOffice) und sonst nichts. Mehr oder weniger nackte Kisten, genutzt werden die Programme ausschließlich über X-Forward von ThinClients aus.

Für eine mal-sehen-ob-das-überhaupt-was-wird-Aktion brauche ich auf den Büchsen zusätzlich das Paket libdbus-glib-1-2, und dann wurde es – ähm – seltsam.

Nach dem installieren des Pakets funktionierte plötzlich Icedove (ein umverpacktes Thunderbird im Debian-Look) nicht mehr, obwohl dieses eigentlich nichts mit der glib-DBus-Integration zu tun hat, die das nachinstallierte Paket mitbringt. Der Fehler sah dabei so aus:

/usr/lib/icedove/icedove-bin: symbol lookup error: /usr/lib/icedove/components/libdbusservice.so: undefined symbol: NS_Alloc

So weit so komisch, ein Runterwerfen von libdbus-glib ermöglichte dann auch wieder das Starten des Mailclients.

Per trial&error (weiter erforscht habe ich es auch nicht) ist das ein gangbarer Weg:

user@office:~$ icedove
root@office:~# apt-get install libdbus-glib-1-2

WTF?

An komischen Dingen sehe ich hier folgendes:
* Das Installieren einer lib macht ein Programm kaputt, dass eigentlich keine Abhängigkeiten zur Bibliothekt hat
* Das Starten des Programms ohne root-Rechte vor der Installation macht _irgendetwas_, so dass die Installation der lib keinen Schaden mehr anrichtet
* Das _irgendetwas_ ist systemweit wirksam, kein Benutzer hat anschließend Probleme mit icedove

Und dann wundern sich Endanwender wenn ich sie auslache, weil sie in jugendlichem Leichtsinn Dinge sagen wie „Computer sind doch logisch“…