Archiv für die Kategorie „unbezahlte IT-Spielereien“

Nostalgie

Samstag, 19. April 2008

Gerade wieder ausgegraben – der absolute Wirtschaftssimulationshit “Der Patrizier” aus dem Jahre 1992.

Läuft super mit DosBox.

Und ich bin schon wieder am massiv aufwändigen EK/VK-Preislisten anlegen. Wie früher.

Nachtrag: Wirklich alles wie früher, ohne Cheaten habe ich keine Chance. Ich fühle mich 15 Jahre zurückversetzt :)

Evolution in Aktion

Mittwoch, 16. April 2008

Ich verwende als Mailer Evolution und bin mit diesem auch sehr zufrieden, allerdings hat der Spamschutz seit Fedora 8 nie richtig funktioniert, wirklich wahnsinnig bin ich mit dem neuesten Trend des Bounce-Spams geworden (Pump’n Dump mit gefakten, aber real existierenden Adressen – entweder die Mail wird angenommen oder abgelehnt und landet dann als 550-Mail im Postfach des gefakten Absenders).

Beim rumspielen ist mir dann aufgefallen, dass ich die Remote Tests zwar aktivieren kann, das Setting jedoch nicht übernommen wird – warum auch immer, Tante Google war da keine große Hilfe.

Mein Workaround war dann die Installation vom Bogofilter-Plugin – und siehe da, plötzlich geht es auch mit Spamassassin. Ich werde jetzt keine Zeit in das Warum investieren und freue mich einfach über ein deutlich cleaneres Postfach :)

lebensfremde Techniker

Freitag, 14. März 2008

Die Jungs der IETF mögen gute Arbeit leisten – aber lebensfremd sind sie. Auf einer Konferenz für eine Stunde IPv4 zu unterbrechen ist albern, interessiert keinen und sorgt für kein Fitzelchen größere Verbreitung von IPv6.

Wenn ihr wirklich gewillt seid, den neuen Standard zum ‘echten’ Standard zu machen unterstützt lieber mal die.

Und das müßt ihr euch von einem lebensfremden Techniker sagen lassen, pfff.

Auffällige Spamflut

Dienstag, 26. Februar 2008

Vor einiger Zeit hatte ich mal im Laufe von ungefähr 5 Tagen eine handvoll dämlicher Trackback-Spams drin, die alle auf irgendwelche obskuren Foren verweisen, in denen $enlarge_your_penis_pills verkauft werden. Ich nahm das dann zum Anlass, doch mal Akismet zu installieren – anscheinend das beste WP-Spambekämpfungs-Dingens seit geschnitten Brot.

Das Plugin läuft jetzt seit 7 Tagen und behauptet von sich: Akismet has protected your site from 385 spam comments.. Also hatte ich einige Monate gar keinen Spam, anschließend in einer Arbeitswoche 6 oder 7 oder so und jetzt auf einmal über 50 pro Tag?

Dummer Zufall? Kundenbindung (für Akismet wird eine WordPress-API-Anmeldung benötigt)? Sonstwas?

Auf jeden Fall sehr strange.

Wikizensur

Freitag, 22. Februar 2008

Ich könnte jetzt viel schreiben über Julius Baer vs Wikileaks, Liechtensteiner Stiftungen und vergleichbares. Aber das erspare ich mir, da die bemitleidenswerten Geldwäscherstaaten vom Unglück genug gebeutelt sind.

Ich habe – natürlich – eine rein egoistische Beschwerde zum Anliegen dieses Postings gemacht, nur weil ich an meinem primären Internetzugang einen Tor-Knoten betreibe, darf ich bei Wikipedia nicht mehr anonym Artikel editieren.

Wikipedia - blockiert mit TOR

Ich finde es sehr schade, dass sich zwei Projekte, die sich offenen Informationsfluss auf die Fahnen geschrieben haben, in dieser Hinsicht nicht einig werden.

Riemen gerissen?

Sonntag, 17. Februar 2008

Ich nutze sehr viel BitTorrent – sei es für Musik oder größere ISO-Downloads. Bisher habe ich das immer mit dem Konsolenclient gemacht – schnell, schlank, kein Schnickschnack. Nachdem jetzt jedoch Jamendo seine Oberfläche umgebaut hat und nicht mehr direkt auf die torrent-Files verlinkt wird habe ich dann doch mal Transmission ausprobiert, so eine Art Minimal-GUI und bei weitem nicht so überladen wie Azureus – und ich muss euch sagen: Ich bin entsetzt. Meine Downloads damit sind _extrem_ langsam, mit bittorrent-console nutze ich in der Regel mein DSL bis auf Anschlag aus, Transmission scheint da irgendwie bei maximal 20k/s dicht zu machen – warum auch immer.

Das Tool ist auf jeden Fall wieder weg, ich warte doch nicht Tage, nur um Klickibunti-mäßig irgendwelche Downloads anzustoßen.

Entgooglet

Dienstag, 29. Januar 2008

Zwei Fliegen mit einer Klappe – die inzwischen recht intensive Nutzung meines Torknotens führte dazu, dass ich vorgestern von Google ausgesperrt wurde, irgendwer hat wohl über Tor geskriptet Googlesuchen durchgeführt, was dann irgendwann sanktioniert wurde (was ich noch nicht mal schaffte, als ich für eine Präsentation während des Studiums intensiv mit GooScan und der Google Hacking Database rumspielte).

Ich habe deshalb einen Tag tatsächlich mit YaCy auf dieser Box gesucht – und es geht erstaunlich gut, nicht der Trefferumfang der großen Suchmaschinen, aber für ein so vergleichsweise winziges Projekt bin ich nicht nur aus IT-Sicht und Spieltrieb angetan, sondern die Ergebnisse sind auch aus Usersicht nutzbar.

Durchsatz des Tor-Knoten

Sonntag, 13. Januar 2008

Nachdem Phil danach fragte habe ich meinen Tor-Knoten durch Munin überwachen lassen – der rein subjektive Effekt das Netz wird sehr langsam läßt sich auch durch die Zahlen untermauern, die 220 kbps Upstream werden ziemlich gut ausgelastet (in der Grafik beschriftet als “written”).

Täglich route ich damit im Tornetzwerk ungefähr 2,4 GB Traffic, womit dann immerhin der Inhalt zweier CDs anonymisiert wird. Mein ISP hat inzwischen die Bandbreitenerhöhung zum 25. Januar bestätigt, mein Upstream wird dann 800 kbps betragen und mir endlich die Möglichkeit geben, den Tor-Durchsatz sinnvoll zu begrenzen um mich selbst nicht zu sehr einzuschränken (das Loch von gestern auf heute in der Grafik war dann ein großer Bittorrent-Download für den ich Tor abgeschaltet habe).

Tor - Wochendurchsatz

Fehlkauf

Freitag, 11. Januar 2008

Von meiner externen Terratec-Soundkarte erzählte ich bereits. Grund für den Kauf war die extrem schlechte Audio-Wiedergabe im Bassbereich (alles klang matschig und klirrend) und das externe Ding ist da tatsächlich besser – aber nur einen Tick, ich befürchte das ursächliche Problem liegt doch eher bei den Treibern oder ALSA, gestern experimentierte ich noch weiter und ich denke es liegt daran, dass beide Soundkarten 5.1-fähig sind und ALSA bei der reinen Stereowiedergabe die Frequenzen nicht sauber zusammenfaßt; aber das schaue ich mir noch genauer an.

Wirklich fatal an der Terratec-Karte ist die *massiv* schlechte Latenz, wenn ich das Ding zusammen mit JAck betreibe wirft es ständig Buffer-Fehler, durch Zufall habe ich gestern mit der Onboard-Soundkarte und Jack rumgespielt und siehe da: Niedrige Latenz ist doch möglich.

Sehr blöd das alles.

My 1st Audio Workstation

Sonntag, 6. Januar 2008

Nach langem Gebastel habe ich eine – ziemlich – lauffähige Kombination aus Jack als Audioserver, Ardour als Multitrack-Recorder, XMMS zum Audio einspielen und einem kleinen Mischpult mit einer handvoll Mikrofonen an einer Terratec Aureon USB.

Die Softwarekomponenten sehen dann zusammen aus wie auf dem Screenshot.

Audio Workstation

Bei Jack richtig geil ist das zusammenstöpseln der einzelnen Ein- und Ausgänge, jeder Client / Treiber kann beliebig verbunden werden, bei mir ist das Playback von XMMS auf eine Stereospur von Ardour geschaltet und auf den Soundkarten-Ausgang, die Mikrofone laufen im zweiten Ardourkanal zusammen – so kann man dann zu der Musik irgendwas erzählen ohne sich selbst in den Boxen hören zu müssen, aber aufgenommen wird das trotzdem, um damit dann andere Leute akustisch belästigen zu können.

Anfangs hatte ich noch das Problem, dass Jack wegen Timeouts und und zu hohem Treiber-Delay abkackte, im Log sieht das so aus:

delay of 21054.000 usecs exceeds estimated spare time of 6649.000; restart …
ALSA: could not complete playback of 1024 frames: error = -32
cycle execution failure, exiting
DRIVER NT: could not run driver cycle
18:11:28.302 Shutdown notification.
18:11:28.311 JACK is stopping…
18:11:28.313 JACK is being forced…
jack main caught signal 12
zombified – calling shutdown handler
18:11:28.513 JACK has crashed.
18:11:28.515 JACK was stopped successfully.

Mit höherer Latenz, etwas drehen an den Frame-Raten und größerem Puffer ließ sich das dann regeln, Playback und Aufnahme liefen das testweise abgespielte Album Breathin’ Again von Antarhes (sehr gut übrigens – unbedingt anhören) komplett durch.