Nordnordost, brummfrei

Heute war der angekündigt einzige sonnige und trockene Tag auf recht lange Zeit.

Den ich nutzte im Hängesessel zu verbringen. Leider nicht in der Sonne, der Balkon ist falsch ausgerichtet. Im Sommer sehr angenehm, aber direktes Licht hat er zur Zeit nur so früh, dass ich definitiv nicht wach und ansprechbar bin. Aber immerhin, ich war mal wieder draußen.

Und, dank einem neuen Verstärker mit Toslink, sogar ohne Brummschleife – die Elektrik hier ist so marode, dass keine Kombination aus Verkabelung dieses Surren und Brummeln verhinderte. Klar, jammern auf hohem Niveau. Aber das liegt jetzt hinter mir, überraschenderweise komplett problemlos: Optical Out auf Optical In funktioniert sofort.

Das Wetter ist Arschloch

Vorgestern noch bei Sonnenschein in Hildesheim Eis essen, heute den ganzen Tag so was:

Wobei, „den ganzen Tag“ war gelogen. Eben hat es nämlich aufgehört zu schneien. Weil Hagel doch viel besser ist!

(Das Bild sollte gemeinfrei sein, die Webcams der Stadt Augsburg dürften weder Urheberrechts- noch Lichtbildschutz erwerben können.)

Tat das not?

Ein Kollege hat (in Pseudocode) so was auf einem Produktionssystem ausgerollt:

if ( test == true && host.ip == 10.2.3.4 ) {
set loglevel = DEBUG
}
set loglevel = DEBUG

Blöd, wäre aber alles halb so wild.

Hätte es nicht den Server alle paar Stunden volllaufen lassen mit unnützen Gigabytes an Log-Müll. Und hätte er die immer panischeren Mails von sehr vielen unterschiedlichen Personen mal gelesen. Nach einer Woche. Gemacht hat er m.W. nie etwas.

Auf dem Server habe ich es heute gefunden und provisorisch repariert. Als sehr deutlich Nichtprogrammierer.

Frohe Weihnachten!

Vorgestern wurde hier ein paar Straßen weiter eine britische Fliegerbombe gefunden, eine der etwas größeren Varianten mit 3,8 Tonnen Masse (keine genauen Angaben, ich denke mal eine von diesen). Am 25. Dezember wird so ziemlich die ganze Innenstadt für die Entschärfung evakuiert, meine Wohnung ist mittendrin in der Zone.

Gut, dass ich in wenigen Stunden zum Kernfamilienweihnachtsfest fahre und erst am 26. wieder in Augsburg bin.

Die Vergangenheit holt mich ein

Vor ein paar Jahren hat Dropbox Daten „verloren“, runde 68 Millionen Mailadressen und gehashte Passwörter.

Meine Daten waren mit drin.

Weiter nicht wild, ich nutze grundsätzlich Kennwörter nicht doppelt und konnte mich nach der Kennwortänderung weitestgehend beruhigt zurücklehnen.

Bis vor zwei Wochen oder so.

Da fing es an mit Spams auf die Dropbox-Konto-Adresse – sonst nirgendwo genutzt und von mir auch niemals weitergegeben.

Das nervte mich dann so, dass ich die Mailadresse zur Seite legte, Mails mit diesem Empfänger gehen jetzt direkt in den Spamordner. Glücklicherweise ist Dropbox einer der Anbieter, die es zulassen die Adresse zu ändern – sonst hätte ich das ganze Konto dort still legen müssen…

Unverhoffter Reichtum

Letze Woche bekam ich einen Brief. An Frau Brausse. Von der Commerzbank, Filiale Konstanz. Bezüglich eines Kontos, von dem ich nichts wusste.

Hintergrund ist die neue Verordnung, dass Banken wissen müssen, wer ihre Kunden sind (es sei mal dahingestellt, ob dies aus Verbraucherschutz-, Steuerfahndungs- oder Terrorpanikgründen passiert) – nun denn, gestern war ich dann hier in der nächsten Filiale.

Johann H. Addicks, CC BY-NC-ND 3.0

Johann H. Addicks, CC BY-NC-ND 3.0

Die Kundenberaterin fand dann auch besagtes Konto und fragte, ab welchem Betrag ich mich freuen würde. Dreistellig, meinte ich. War es dann fast: Ich bin stolze 87,11 Euro reicher!

Weil ich es lustig fand und wir uns einig waren, dass das Ganze tatsächlich freudig enden solle habe ich dann noch 20 Euro in Bar eingezahlt – nicht, dass mir dieses Sparbuch irgendwas bringt, aber auf dem neuen Kontoauszug sieht es einfach besser aus.

Und wäre ich nicht schon vor über 10 Jahren aus Konstanz weggezogen und hätte die Bank keinen Nachforschungsantrag gestellt wäre es auch mit dem Dreistelligen schon so weit gewesen: 28 Euro etwas haben die dafür abgezogen. Verbrecher (wer auch immer, k.A. was Einwohnermeldeämter für diese Dienstleistung berechnen und was die Bank noch drauf geschlagen hat).

Ich habe eigentlich nur eine Erklärung für dieses Konto: Werbesparbücher zur Geburt mit ein paar Mark drauf. Ich dachte eigentlich, diese alle Ende der 90ger aufgelöst zu haben, aber dieses eine ist mir wohl durch die Lappen gegangen.