7. Juni 2011

Verdammt, Wine ist zu gut geworden. Ich habe kürzlich das uralte Computerspiel Morrorwind wieder ausgegraben – zuletzt habe ich das in Heidenheim irgendwann um 2004 auf meinem Win2k-Desktop am Laufen gehabt. Das Miststück läuft unter Linux stabiler als je zuvor und macht immer noch Spaß.

Und wenn man alle Quests vollkommen außen vor lässt und sich sinnlos mordend durch die _riesige_ Spielwelt treiben lässt ist das Ding echt unendlich lange spielbar. Bin jetzt Chef der Assassinen- und Magiergilde, den Vorsitz in dem einen Fürstenhaus habe ich auch bald :)

sachliche Darstellung

12. Mai 2011

Aus einer Kundenpräsentation der Telekom:

* TeleSec LineCrypt VPN wurde von T-Systems entwickelt.
* Deutsches Sicherheitsprodukt.
* Deutsches Sicherheitszertifikat vom TÜV IT/BSI.

Ich glaube das ist das erste Mal, dass ich Marketingmaterial gesehen haben, in dem nicht nur Plus-Punkte genannt werden. Alleine diese Ehrlichkeit des Vertriebs verdient einen Auftrags unsererseits – und da sich im Gesundheitsmarkt sowieso nur dubiose Anbieter tummeln (SAP, Siemens Medical, eben auch T-Systems) und das ganze Ding von keinem verstanden wird (am allerwenigsten von den beauftragenden KVen selbst) ist der damit zwangsweise folgende Schuss in den eigenen Fuß zwar weiterhin schmerzhaft aber kaum zu vermeiden. Auswählbar ist nur die Farbe der Patrone (i.e. Safenet-Provider)…

Signal/Rausch

10. Mai 2011

Wenn man* den Ogg-Player im Büro liegen lässt wird einem in der Straßenbahn die ganze Dummheit dieser Welt ungefiltert vorgeführt.

Morgen früh trinke ich keinen Kaffee, mit etwas Glück bin ich dann so unfit, dass ich die Fahrt unbeschadet überstehe…

*) ich

IAAL anyone?

5. Mai 2011

Durch Zufall stolperte ich gerade über dieses Interview mit dem “Cyberfahnder” Dieter Kochheim, der im RL wohl Staatsanwalt in Hannover ist.

Dort sagt er zum Thema Urheberrechtsabmahnungen:

Diese [die Anwaltskanzlei] fragt unverzüglich die Bestandsdaten ab und mahnt den Störer anschließend ab. Der Erlös wird untereinander nach festgelegten Anteilen verteilt.

Ich bin jetzt kein Anwalt, aber mit diesem Satz unterstellt ein Vertreter der Ermittlungsbehörden den jeweiligen Kanzleien ein Verstoß gegen die Gebührenordnung, die bei einer Abmahnung zu zahlende Gebühr ist eben _nicht_ eine Strafe, die von Rechteinhaber und Kanzlei geteilt wird, sondern _ausschließlich_ eine Gebühr für die anfallende Arbeit des Anwalts. Entweder dieses Staatsanwalt begeht eine Straftat (eben Unterstellung einer Straftat), oder er ermittelt nicht gegen bekannte Straftäter. Es gibt nun Delikte, bei denen der Staat nicht von sich aus ermittelt – keine Ahnung ob das bei dem dubiosen Kram der Abmahnanwälte der Fall ist.

Kann da jemand aufklären?

Diversifikation

26. April 2011

Warum gibt es eigentlich so wenig Gegenstände in Ocker/Gelb mit Sandstrahloptik? Zumindestens würde dann nach einem harten Balkonosterwochenende unter Birken mein Laptop nicht so grässlich aussehen…

doch nicht*

19. April 2011

Nachdem auch mit Mandriva Soundprobleme da waren hab ich noch mal weiter rumgestöbert – fast alle Berichte zu PA-Problemen** waren in Verbindung mit dem Kernelmodul snd_hda_intel. Und da dachte ich eben an diese Terratec-USB-Soundkarte und habe sie doch recht schnell wieder gefunden (was für ein Glück, dass ich zu faul war die Umzugskisten in den Keller zu räumen…). Und siehe da: Alles geht seit zwei Stunden problemlos.

Laut dem gibt oder gab es in Pulseaudio eine Fehlermeldung namens “Most likely this is a bug in the ALSA driver ‘snd_hda_intel’” – was ich ja schon als Frechheit empfinde, aber Lennart* sieht das bestimmt anders, schuldig sind IMMER Alsa oder der Kernel.

Merkt euch dieses Gesicht, für jeden bestätigten tätlichen Übergriff zahle dem Angreifer ein oder mehrere Kalt- und/oder Heißgetränke seiner Wahl. Irgendwo sagte er, dass 90% aller Anwender von PA profitieren, gefühlt stelle ich alleine die restlichen 10% wenn man die ganzen Rechner und Linux-Versionen zusammenzählt, die mit Pulseaudio einfach nicht stabil funktioniert haben…

*) bezieht sich auf den Titel dieses Beitrags
**) PA wie Pulseaudio beziehungsweise Persönlicher Angriff, beides passt ganz gut
**) Poettering, der PA-Maintainer

Kindermund

17. April 2011

Nachbarkiddies zerlegen gerade ein Brett (auf Kante legen und drauf rumspringen). Nachdem es endlich bricht sagt der Brettbezwinger “boah, bin ich ich stark”, sein Kumpel trocken “du bist nicht stark, sondern dick”. Harr.

Freundlich trotz Ruhm

11. April 2011

Nachdem ich das neue Album* Through von Amity in Fame endlich gerippt hatte (diese komischen 12-cm-Scheiben sind auch ein Steinzeitmedium…) und anhören konnte: Es ist wieder großartig geworden.

Leider hat sich die Band erstmal gegen eine Creative-Commons-Veröffentlichung entschieden**, aber in The Villain lässt sich schon reinhören. Mir persönlich hat ja das Video von Dinner for One besser gefallen, das neue soll vielleicht die wachsende Ernsthaftigkeit ausdrücken. Oder so. Egal, immer noch gradliniger kurzweiliger Akustikrock – und für alle Noch-Nicht-Fans gibt es das Erstlingswerk weiterhin bei Jamendo unter einer CC-Lizenz.

*) Japp, genau das, was erst Anfang Mai erscheinen wird. Und ich hab’s schon. HARRHARR!
**) Glücklicherweise ohne AKM-Knebel, das österreichische GEMA-Gegenstück ist keinen Deut besser

ab sofort ohne Hut

9. April 2011

Irgendwann muß auch mal Schluss sein, seit heute nutze ich kein Fedora mehr – ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich mit dieser Distribution angefangen habe, Version 2 oder 3 muß es gewesen sein.

Ich habe Fedora immer gemocht, aber mit den letzten beiden Versionen war dann doch mal gut, insbesondere die Audioprobleme haben mir dann den Spaßfaktor doch *sehr* leiden lassen.

Ich nutze nun Mandriva, in der aktuellen Version 2010.2 und der Geschmacksrichtung One, deren kostenlose Version mit ein paar non-free-Programmen wie den Closed-Source-Grafikkartentreibern. Zusammen mit dem PLF-Repository und aktivierten Backports-Softwarequellen der Mandriva-Repos ist auch der Umfang der verfügbaren Applikationen auf gleichem Level wie Fedora mit RPM-Fusion; manche Pakete sind nicht ganz so aktuell (die Musikdatenbank von Rhythmbox mußte ich wegwerfen und neu erstellen lassen) aber ähnlich genug, dass ich mein Home-Verzeichnis einfach rüberkopieren konnte, ohne irgendwo groß auf Probleme zu stoßen.

Erster Eindruck: Stabil, unkompliziert bei Installation und Konfiguration (das distributionseigene Administrationstool ist deutlich sympathischer als yast von Suse, es wirft nicht einfach manuelle Änderungen in Konf-Dateien weg). Was mir gerade am meisten fehlt ist das praktische Mini-Commander-Applet für das Gnome-Panel, aber das scheint es nur noch bei Red Hat zu geben – auch unter Debian gibt es das nicht.

Slim lässt sich allerdings auch unter Mandriva nicht als Login Manager nutzen, etwas rumgooglen eröffnet dann einen Sumpf von gegenseitigen Schuldzuweisungen: Irgendein Update von Policy-/Console-Kit hat effektiv verhindert, dass Slim genutzt werden kann, beide Seiten sehen die Verantwortung bei der jeweils anderen…

Um das verhasste GDM loszuwerden (ich WILL KEINE Benutzerliste im Loginfenster! und noch viel weniger einen nichtabschaltbaren Zwangssound) nutze ich jetzt XDM, der das ganze Policy/ConsoleKit-Geraffel nutzen kann und problemlos in eine Gnome-Session reinstartet.

Für Mandriva habe ich mich vor allem wegen meiner Abneigung gegen andere Distributionen entschieden, ich wollte eine breit genutzte Linux-Variante mit aktueller Software, die aber trotzdem benutzerfreundlich ist (Rumfrickeln in den Eingeweiden von Software mache ich im Büro – und werde daür bezahlt). Ubuntu und Suse schloss ich wegen “is nicht, niemals nie” aus, Debian (auch mit Backports und/oder Testing) ist mir zu konservativ, Gentoo und Arch erfordern zu viel Handarbeit.

Nun ja, lief es eben auf die Franzosen hinaus – bisher habe ich es nicht bereut.

wow. Also WOW!

8. April 2011

Das hier ensteht unter einem Knoppix – und ich muß sagen, dass ich sehr beeindruckt bin.

Schon lange ist es so, dass dieses Live-System einfach funktioniert, praktisch egal auf welcher Hardware man es ausführt (weshalb ich es auch gerade nutze: Offlinebackup meines Laptops, nur die verschlüsselte USB-Platte als Sicherungsziel mußte ich von Hand mounten, das kann die Fedora-Live-Installations-CD besser).

Aber das auch so Schnickschnack wie Compiz-Desktopeffekte oder der lange Zeit so problematische Atheros-B43-WLAN-Chipsatz einfach so ohne irgendwelches Würgen nutzbar sind ist geil. Selbst die Geschwindigkeit ist sehr akzeptabel, am meisten nervt dann doch mein lautes externes DVD-Laufwerk.

GENAU so muß das mit den Computern im privaten Umfeld sein – Software die eben einfach tut.