doch nicht*

19. April 2011

Nachdem auch mit Mandriva Soundprobleme da waren hab ich noch mal weiter rumgestöbert – fast alle Berichte zu PA-Problemen** waren in Verbindung mit dem Kernelmodul snd_hda_intel. Und da dachte ich eben an diese Terratec-USB-Soundkarte und habe sie doch recht schnell wieder gefunden (was für ein Glück, dass ich zu faul war die Umzugskisten in den Keller zu räumen…). Und siehe da: Alles geht seit zwei Stunden problemlos.

Laut dem gibt oder gab es in Pulseaudio eine Fehlermeldung namens “Most likely this is a bug in the ALSA driver ‘snd_hda_intel’” – was ich ja schon als Frechheit empfinde, aber Lennart* sieht das bestimmt anders, schuldig sind IMMER Alsa oder der Kernel.

Merkt euch dieses Gesicht, für jeden bestätigten tätlichen Übergriff zahle dem Angreifer ein oder mehrere Kalt- und/oder Heißgetränke seiner Wahl. Irgendwo sagte er, dass 90% aller Anwender von PA profitieren, gefühlt stelle ich alleine die restlichen 10% wenn man die ganzen Rechner und Linux-Versionen zusammenzählt, die mit Pulseaudio einfach nicht stabil funktioniert haben…

*) bezieht sich auf den Titel dieses Beitrags
**) PA wie Pulseaudio beziehungsweise Persönlicher Angriff, beides passt ganz gut
**) Poettering, der PA-Maintainer

Kindermund

17. April 2011

Nachbarkiddies zerlegen gerade ein Brett (auf Kante legen und drauf rumspringen). Nachdem es endlich bricht sagt der Brettbezwinger “boah, bin ich ich stark”, sein Kumpel trocken “du bist nicht stark, sondern dick”. Harr.

Freundlich trotz Ruhm

11. April 2011

Nachdem ich das neue Album* Through von Amity in Fame endlich gerippt hatte (diese komischen 12-cm-Scheiben sind auch ein Steinzeitmedium…) und anhören konnte: Es ist wieder großartig geworden.

Leider hat sich die Band erstmal gegen eine Creative-Commons-Veröffentlichung entschieden**, aber in The Villain lässt sich schon reinhören. Mir persönlich hat ja das Video von Dinner for One besser gefallen, das neue soll vielleicht die wachsende Ernsthaftigkeit ausdrücken. Oder so. Egal, immer noch gradliniger kurzweiliger Akustikrock – und für alle Noch-Nicht-Fans gibt es das Erstlingswerk weiterhin bei Jamendo unter einer CC-Lizenz.

*) Japp, genau das, was erst Anfang Mai erscheinen wird. Und ich hab’s schon. HARRHARR!
**) Glücklicherweise ohne AKM-Knebel, das österreichische GEMA-Gegenstück ist keinen Deut besser

ab sofort ohne Hut

9. April 2011

Irgendwann muß auch mal Schluss sein, seit heute nutze ich kein Fedora mehr – ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich mit dieser Distribution angefangen habe, Version 2 oder 3 muß es gewesen sein.

Ich habe Fedora immer gemocht, aber mit den letzten beiden Versionen war dann doch mal gut, insbesondere die Audioprobleme haben mir dann den Spaßfaktor doch *sehr* leiden lassen.

Ich nutze nun Mandriva, in der aktuellen Version 2010.2 und der Geschmacksrichtung One, deren kostenlose Version mit ein paar non-free-Programmen wie den Closed-Source-Grafikkartentreibern. Zusammen mit dem PLF-Repository und aktivierten Backports-Softwarequellen der Mandriva-Repos ist auch der Umfang der verfügbaren Applikationen auf gleichem Level wie Fedora mit RPM-Fusion; manche Pakete sind nicht ganz so aktuell (die Musikdatenbank von Rhythmbox mußte ich wegwerfen und neu erstellen lassen) aber ähnlich genug, dass ich mein Home-Verzeichnis einfach rüberkopieren konnte, ohne irgendwo groß auf Probleme zu stoßen.

Erster Eindruck: Stabil, unkompliziert bei Installation und Konfiguration (das distributionseigene Administrationstool ist deutlich sympathischer als yast von Suse, es wirft nicht einfach manuelle Änderungen in Konf-Dateien weg). Was mir gerade am meisten fehlt ist das praktische Mini-Commander-Applet für das Gnome-Panel, aber das scheint es nur noch bei Red Hat zu geben – auch unter Debian gibt es das nicht.

Slim lässt sich allerdings auch unter Mandriva nicht als Login Manager nutzen, etwas rumgooglen eröffnet dann einen Sumpf von gegenseitigen Schuldzuweisungen: Irgendein Update von Policy-/Console-Kit hat effektiv verhindert, dass Slim genutzt werden kann, beide Seiten sehen die Verantwortung bei der jeweils anderen…

Um das verhasste GDM loszuwerden (ich WILL KEINE Benutzerliste im Loginfenster! und noch viel weniger einen nichtabschaltbaren Zwangssound) nutze ich jetzt XDM, der das ganze Policy/ConsoleKit-Geraffel nutzen kann und problemlos in eine Gnome-Session reinstartet.

Für Mandriva habe ich mich vor allem wegen meiner Abneigung gegen andere Distributionen entschieden, ich wollte eine breit genutzte Linux-Variante mit aktueller Software, die aber trotzdem benutzerfreundlich ist (Rumfrickeln in den Eingeweiden von Software mache ich im Büro – und werde daür bezahlt). Ubuntu und Suse schloss ich wegen “is nicht, niemals nie” aus, Debian (auch mit Backports und/oder Testing) ist mir zu konservativ, Gentoo und Arch erfordern zu viel Handarbeit.

Nun ja, lief es eben auf die Franzosen hinaus – bisher habe ich es nicht bereut.

wow. Also WOW!

8. April 2011

Das hier ensteht unter einem Knoppix – und ich muß sagen, dass ich sehr beeindruckt bin.

Schon lange ist es so, dass dieses Live-System einfach funktioniert, praktisch egal auf welcher Hardware man es ausführt (weshalb ich es auch gerade nutze: Offlinebackup meines Laptops, nur die verschlüsselte USB-Platte als Sicherungsziel mußte ich von Hand mounten, das kann die Fedora-Live-Installations-CD besser).

Aber das auch so Schnickschnack wie Compiz-Desktopeffekte oder der lange Zeit so problematische Atheros-B43-WLAN-Chipsatz einfach so ohne irgendwelches Würgen nutzbar sind ist geil. Selbst die Geschwindigkeit ist sehr akzeptabel, am meisten nervt dann doch mein lautes externes DVD-Laufwerk.

GENAU so muß das mit den Computern im privaten Umfeld sein – Software die eben einfach tut.

humanitäre Waffen

29. März 2011

Wie passt

Wir bitten jeden um Hilfe, und ein Punkt davon ist, unserer Jugend bessere Waffen zu geben. (Mahmud Shammam, Sprecher des Übergangsrats in Libyen)

mit der Bereitschaft zusammen, den Aufständischen den Export von Öl zu erlauben?

Sie brauchen Geld, um voranzukommen. (Hillary Clinton, US-Außenministerin)

Laut FTD für humanitäre Zwecke, aber wenn die Air Force schon Flugzeuge einsetzt, die wie die AC-130 mit seinen Maschinengewehren eigentlich nur gegen weiche Ziele taugen und irgendwelche untergeordnete Rebellen weitere NATO-Luftangriffe verlangen, da sonst [der Vormarsch] nicht voran komme scheint mir das ganze jetzt recht weit weg von der UN-Resolution zu sein, die eine Flugverbotszone einrichtete und Angriffe gegen die libysche Bevölkerung unterbinden sollte.

Wieder eine MissionKrieg unter dem Label regime change? Inklusive Kreuzzugrhetorik? (Diesmal von Sarkozy: “[..] vor allem jeder arabische Herrscher muss verstehen, dass die Reaktion [..] von nun an jedes Mal die gleiche sein wird”) Wie beruhigend.

Das Miststück lebt

29. März 2011

Ich habe hier zwei Citrix-XenApp-Farmen, die beide über einen SSL-Gateway im Netz verfügbar sind. Bei der einen ging das Veröffentlichen über das Frontend der Appliance problemlos, die andere spackte mit wirren JavaScript-Fehlern beim Öffnen des Citrix-Web-Interfaces rum.

Ausgeliefert werden soll die harmlose Zeile
  document.body.style.behavior = ‘url(#default#clientCaps)’;
(das ist irgendein seltsamer Hack für den Internet Explorer)
einer der beiden IIS spuckte jedoch
  document.body.style.behavior = ‘url(‘#default#clientCaps’)';
aus (ein Paar Apostrophe zu viel eben).

Wenn gleich konfigurierte IIS eine vollkommen identische (in dem Fall sogar statische Seite) ausliefern sollen – warum zum Geier mogelt einer davon Zeichen mit in den Reply? Drecksmüllsoftware. In meinem nächsten Leben* mache ich was ohne Computer.

*) welches (hoffentlich) nicht kommt…

stell dir vor es ist Krieg…

26. März 2011

Heute war ich mit ein paar Arbeitskollegen Paintball spielen, ich glaube das war das erste Mal im Leben, das ich etwas schußwaffenähnliches in der Hand hielt.

Saumäßig spaßig.

- die Kugeln fetzen ganz schön, auf dem Oberschenkel habe ich einen bunt schillernden Bluterguß*
- *unheimlich* anstrengend, nach den 3 Stunden war (und bin…) ich platt
- es ist auf eine seltsame Weise befriedigend, auf Leute zu ballern die man kennt**
- vorher vereinbarte Constraints (nur ab 4 Meter schießen, nur auf den Oberkörper zielen) gehen im Adrenalinrausch unter***

*) so 5 auf 7 Zentimeter, farblich von innen: Weiß, Blutrot, Hellblau
**) ging mir bei Egoshootern schon so, im Internet spielen ist öde, interessant ist es erst auf einer LAN-Party
***) so weit ich das überblicke wurde das von allen Beteiligten aktiv ignoriert…

strahlender Humor

19. März 2011

Anbauen geht schon heute. Nur mit dem Essen müssen wir noch ein wenig warten. Vielleicht 20.000 Jahre.

Der Direktor des AKW Tschernobyl auf die Frage, wann der Kartoffelanbau wieder möglich ist.

Humor hat er ja :)

ICA Client für Debian Lenny AMD64

16. März 2011

Weil mich dieses Gebastel genervt hat habe ich mal das deb-Paket vom ICA ClientCitrix Receiver amd64-tauglich gemacht.

Zu finden ist es unter icaclient_11.100_amd64.deb und scheint sogar zu funktionieren – die Dependencies sind ausreichend für ein frisch installiertes Lenny mit Gnome-Desktop.

Natürlich ist das eigentlich weiterhin ein i386-Programm, weshalb dieses Paket in /usr/lib32/ noch die Libraries von OpenMotif abwirft.

Ohne Gewähr und so.