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Gedankenfetzen

Datenschutz + Jugendschutz + StudiVZ = Worthülsen * Nebelkerzen

Ich möchte aus gegebenem Anlass noch mal auf Datamining für Anfänger hinweisen, der StudiVZ-Chef Marcus Riecke hat da eine ganz großartige Idee den Datenschutz 2.0 zu organisieren:

Andere Plattformanbieter, Hüter der Privatsphäre, Werbetreibende, Jugendschützer und Innenpolitiker sollten zusammenkommen, um Rahmenbedingungen für soziale Netzwerke und andere Plattformen im Mitmach-Web abzustecken. Dabei sei etwa der „Zielkonflikt zwischen Daten- und Jugendschutz“ bei der Frage der Speicherung von Logfiles der Nutzer zu erörtern. „Wenn wir es nicht tun, können wir keinem Ermittlungsersuchen nachkommen“, erläuterte Riecke die „Wahl zwischen Pest und Cholera“.

Und natürlich ganz elegant wieder auf das Thema Pädophile und ähnliche böse Menschen abgezielt – hach, da freut sich mein Herz!

Von renke

IT-Ratte (oder Systemadministrator), hat nen neues Spielzeug gekriegt und wird die "Genese" des Servers hier bebloggen.

21 ist nur die halbe Wahrheit.

4 Antworten auf „Datenschutz + Jugendschutz + StudiVZ = Worthülsen * Nebelkerzen“

Der Tausch auf vermeintlichen kostenlosen Websites und Angeboten im www kostet mehr als mancher denkt:

„Im Internet geben immer mehr Nutzer — zumeist freiwillig — ihre letzte Intimität preis. Dabei sind die privaten Daten des Einzelnen mittlerweile zu einer profitablen Währung im World Wide Web geworden. Zwar werden zahlreiche Online-Dienste als kostenlose Angebote beworben — gratis sind sie deshalb allerdings noch lange nicht.

Längst sind die Internetnutzer mehr als nur Konsumenten; ihre privaten Daten selbst werden zur wichtigsten Ressource einer sich neu orientierenden Werbeindustrie. Über die weitergegebenen Informationen verlieren die Nutzer nicht nur vollständig die Kontrolle; vielmehr werden die Bürgerinnen und Bürger regelrecht ihrer Privatsphäre enteignet.“

Hier mehr – lesenswert:
http://blaetter.de/artikel.php?pr=2766

interessanter Artikel, danke

Das ganze hat zwei Seiten – einerseits fällt es Unternehmen mit den Mitteln der IT deutlich leichter vollständige Profile anzulegen, andererseits jedoch wird es dadurch auch transparenter, früher bei den ganzen Gewinnspielen aus Zeitschriften ging es auch schon um das Adressensammeln, nur war das einfach nicht bekannt und für einen Otto-Normal-Mensch kaum zu überschauen.

Das erst mit dem bösen Web solche Sammelwut entsteht ist ein Trugschluss, wenn es auch neue Dimensionen erreicht

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