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Veränderung ist ein Wert an sich

Sechs Jahre bin ich jetzt schon hier. So lange habe ich es noch bei keinem Arbeitgeber ausgehalten.

Weil eine neue Umgebung alle drei Jahr (oder so, bei mir zwischen 2001 und 2010 Calw, Heidenheim, Freiburg) anstrengend ist hatte ich mir fest vorgenommen, mich nicht auf Augsburg einzulassen – ich sage immer noch, dass ich hier nur arbeite und schlafe. Und es hat sich bewährt, ich habe nicht den Druck, mir die Stadt zu erarbeiten und hänge nur an den zwei, drei früh kennengelernten Stellen rum und bin ansonsten unterwegs oder ignorant über meine direkte Umgebung.

Aber es musste sich etwas ändern. Eigentlich egal was, aber eine Veränderung.

Im großen und ganzen gab es zwei große Wege: Einen Neuanfang in einer anderen Stadt oder mehr Möglichkeiten für mich. Ersteres erledigte ich dadurch, dass ich den Personalberatern auf Xing zuhörte und recht schnell interessant klingende Profile da waren, die auch in Bewerbungsgespräche mündeten. Zweiteres ergab sich aus dem Druckmittel der Kündigung: Schon lange träume ich davon, meine Arbeitsstunden zu reduzieren, das wurde aber eher weggebügelt als nicht umsetzbar mit den betrieblichen Abläufen.

Um’s kurz zu machen: Ich habe keinen neuen Arbeitgeber und spare mir den Umzug, einerseits praktisch (umziehen ist _anstrengend_), andererseits natürlich auch bedauerlich, da es eben kein kompletter Neustart wird. Aber ab Juli (gestern die Verträgsänderung unterschrieben) habe ich eine wöchentliche Arbeitszeit von 35 Stunden, dabei werde ich alle zwei Wochen ein verlängertes WE haben und kann die freien Tage einen Monat vorher selbst wählen.

Für mich heißt das, dass ich mehr Urlaub trotz reduzierter Urlaubstage habe: Schon immer habe ich viele Einzeltage genommen, weil längere Wochenenden das richtige für mich sind. Jetzt sind die langen WEs im Vertrag eingebaut und ich kann den ‘echten’ Urlaub am Stück nehmen.

Ich bin gespannt wie sich das dann anfühlen wird. Aber habe das Gefühl, eine gute Entscheidung getroffen zu haben.

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Bot

Warum hat sich Bot eigentlich nicht als Kurzbezeichnung für Botanischer Garten durchgesetzt? Bei Zoo ging es doch auch.

Aber wie dem auch sei. Ich war heute erstmalig im Augsburger Bot. Nach nur sechs Jahren. Ich finde das angemessen schnell.

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DB-Hasser aufgepasst!

Unter bestimmten Vorbedingungen (Reisetag und -zeit, geeignete Verspätung bestimmter Züge) ist es möglich, von Augsburg nach Freiburg mit dem Zug zu reisen, ohne einen Fuss in ein Deutsche-Bahn-Fahrzeug zu setzen. Österreichischer EC nach Stuttgart, TGV nach Karlsruhe, Schweizer EC für die letzte Etappe.

Ich war übrigens da.

Werner Windisch

(Weniger wegen der Kunst (die aber interessant ist) oder dem Künstler (der aber sympathisch ist) als wegen dem leckeren Wein, den Marek bei den Ausstellungseröffnungen anbietet.)

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Tote Menschen

Bekannte von mir haben den Trödelmarkt der Träume von Michael Ende vertont und daraus ein großartiges Programm gemacht.

Das Video erfasst definitiv nicht die ganze Stimmung, in echt ist das viel besser.

Nun ist Michael Ende noch nicht lange genug tot und die Rechteinhaber geben nur zeitlich begrenzte Lizenzen an Künstler wie Sarah und Fred.

Gesucht werden nun Gedichte oder gereimte Geschichten in einem ähnlichen Stil, um das Programm erweitern zu können und auch weiterführen zu können, wenn die Rechte an Endes Texten auslaufen – optimalerweise gemeinfreie Inhalte von lange toten Menschen (also aktuell alle, die spätestens 1945 gestorben sind).

Mir eingefallen ist Heinrich Hoffmann (der Typ mit Struwwelpeter): Gestorben im 19. Jahrhundert und seine Gedichte gehen in die richtige Richtung, zum Beispiel das Buch Im Himmel und auf der Erde : Herzliches und Schmerzliches aus der Kinderwelt.

Hat sonst noch wer Ideen?

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Wir unterbrechen das Programm…

…für eine kleine Werbepause (an sich hätte ich den Blog auch stilllegen können – 888 Artikel war eine schöne runde Zahl).

Los, nächsten Donnerstag ins Sensemble, ich glaube das wird spannend.

Ich begreife eh nicht, warum das Musikprogramm so spärlich besucht wird.

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Geht’s noch?

Lange vernachlässigt, daher hier mal ein weitestgehend inhaltsfreier Testbeitrag.

english

Soll so wohl bei Facebook rumgegangen sein, Quelle ist mir unbekannt.

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Fertig!

Noch nicht mal Dezember und ich habe alle* Weihnachtsgeschenke.

fertig

Ha!

*) hoffentlich…

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Ein paar Anmerkungen zu Halle (Saale)

General Smirk

* Wer Monkey Island mochte (oder auch nicht, es funktioniert auch als Theaterstück wenn das Computerspiel unbekannt ist) sollte noch diese Woche nach Halle – es gibt noch vier Termine für diese Bühnenumsetzung.
* Ich denke an Halle lässt sich ganz gut erkennen, wie eine verarmte Gegend funktioniert: Eine Apfeltasche am Bahnhof kostet nur 1,35 (kann sich wohl sonst keiner leisten), Tickets im ÖPVN sind 50 % teurer als anderswo (dürfte daran liegen, dass sich die Stadt keine höheren Zuschüsse leisten kann)
* Es gibt eine Tram-Linie, die nach “Frohe Zukunft” fährt. Ich stelle mir vor, dass dort ein Flughafen ist, von dem nur abgeflogen werden kann.
* Es gibt in Thüringen noch Raucherkneipen :)
* Kleine Theater sind mir die liebsten, wie auch im Sensemble sind die Schauspieler ansprechbar und eins drüber weiß ich nur, weil es ein spontanes Zuschauer/Schauspieler-BesäufnisZusammentreffen gab
* Der Rassismus ist ausgeprägt, von einer Hallenserin wurde ab 3 Uhr morgens (+/-) folgende Diskussion angestoßen
– Pegida wurde groß, weil die berechtigten Ängste der Teilnehmer von der Politik ignoriert wurden (kann ich noch teilweise nachvollziehen)
– Deutschland muss ein Nationalgefühl entwickeln (Warum?)
– Es ist ungerecht, dass nur Synagogen regelmäßigen Polizeischutz haben, dies muss auch für christliche Kirchen gelten (dafuq?!?)

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Negativwerbung

Sollte irgendwer mal in Verlegenheit geraten, eine Küche in Augsburg kaufen zu müssen: Geht nicht zu desinum.

Die (blauäugige) Idee von mir war, dass ich das an ein Fachgeschäft abgebe, um möglichst wenig Stress damit zu haben. Empfohlen wurde mir dann, dass ich doch die Küchennische auskleiden lasse mit auf der Wand aufgelegten Platten – sehe besser aus und ließe sich viel bessere reinigen. Da war ich dann schon beim Einbau recht angefressen: Die Fugen links und rechts wurden nicht verkleidet und die Haupthähne für die links in der Nische befindlichen Wasserzähler ließen sich nicht nutzen. Zweiteres lag an zu kurzem Gewinde der Hähne nach Anbau der Platte, das Aufbauteam sagte dann was von: Ist ja kein Problem, kaufen Sie sich halt was bei OBI. Dafuq? Ich hab’s dabei bewenden lassen – neuer Job, wenig Zeit, kein Nerv mich mit dem Lieferanten zu kloppen, eine Mahnung für eine schon länger bezahlte Rechnung war dann auch nur noch das I-Tüpfelchen.

Diese Woche lernte ich dann, dass ich es nicht auf sich bewenden lassen hätte sollen sondern doch direkt meinem Anwalt geben: Die Wasseruhren hatten den Eichturnus überschritten und müssen getauscht werden. Da stellte sich dann heraus, dass die Vollhonks von desinum die Löcher in der Platte vor den Zählern so klein gebohrt haben, dass die Wasseruhren nicht herausgenommen werden können.

Ende vom Lied: Befeuert von zwei linken Händen und viel Wut im Bauch ist die Öffnung jetzt größer (hoffentlich hat der Wasserzählertauscher die nötige Größe richtig angezeichnet…) und ich kann noch einen zweiten halben Urlaubstag investieren.

Um’s den Suchmaschinen zu erleichtern:

Dieser Händler ist inkompetent und sollte nicht in Betracht gezogen werden für einen Küchenkauf und -aufbau:

desinum GmbH
Maximilianstrasse 56
86150 Augsburg

Tel. +49 821 450325 0
Fax +49 821 450325 10

www.desinum.bulthaup.de
info@desinum.de

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Freundlichkeit geht vor

So lautet das Motto der Stadtwerke Augsburg für eine sehr hirnverbrannte Idee: Seit August muss in den Bussen vorne eingestiegen werden.

Der Flyer listet vier Vorteile auf, angeblich gut für Betreiber und Anbieter.

1. Weniger Schwarzfahrer.

Auf der Testlinie gab es wohl 20 % mehr Barzahler, aber das Argument überzeugt nicht:
* Ich zeige seit einer Woche beim Fahrer die alte Abokarte vor, die seit Monaten abgelaufen ist. Rückfragen gab es keine.
* Seit dem 1. Juli gilt der erhöhte Satz für Schwarzfahren, jetzt 60 statt 40 Euro – das wurde auf Betreiben von Bayern eingeführt und die Wirkung hätte abgewartet werden können.

2. Schnellere Abfertigung.

Schwachsinn. Die Busfahrer öffnen die hinteren Türen später (sei es durch Anweisung oder durch die Ablenkung der ganzen Einsteiger) und insbesonders ältere Menschen trauen sich nicht nach hinten durchzugehen, um beim Anfahren nicht zu stolpern. Das führt dann zu Verstopfung vorne oder noch längeren Wartezeiten, weil der Fahrer die Fahrgäste nach hinten scheuchen muss.

3. Mehrheit ist dafür.

Trotz täglicher Nutzung der Stadtwerkefahrzeuge ist mir diese Umfrage neu, und in den Bussen höre ich auch eher “Schildbürgerstreich” statt “Jippie”. Wäre es nicht richtig gewesen Abokunden (als Vielnutzer) diese Frage auch direkt zu stellen?

4. Sicherheitsempfinden und Vandalismusverhütung.

Gefühlte Sicherheit hat sich als Konzept ja auch sooo bewährt. Sigh. Und natürlich lasse ich den Edding verpackt, nur weil ich vorne einsteigen musste. Das ist ein absolutes Nullargument, dürfte aber leider bei den Schafen ziehen.

Glücklicherweise fahre ich außerhalb der Stoßzeiten und bin die nächsten Wochen nur deshalb auf den Bus angewiesen, weil gerade eine Brücke renoviert wird. Ab Mitte September fällt es mir dann einfacher die Busse zu meiden, weil dann mein Arbeitsweg wieder per StraBa möglich ist.